HESSISCHER FILMPREIS für „Henker“ von Baoying Bilgeri

Am Freitag, 12.10.2012 wurde in der Alten Oper in Frankfurt/Main der Hessische Filmpreis 2012 verliehen. In der Kategorie Kurzfilm gewann Baoying Bilgeri mit ihrem 7-minütigen Abschlussfilm „Henker“ den mit 5.000 Euro dotierten Preis.

Überglücklich nahm Baoying Bilgeri den Preis bei der feierlichen Verleihung am Freitag aus den Händen der beiden Laudatoren Felicitas Woll und Andreas Schmidt entgegen. Die Jury bestand in diesem Jahr aus Jakob Claussen (Produzent), Andreas Schmidt (Schauspieler), Reiner Schöler (Referatsleiter Film HMWK), Ellen Wietstock (Filmjournalistin) und der Jury-Vorsitzenden Maria Wismeth (Geschäftsführerin Hessische Filmförderung).

Die Jurybegründung:

Ein kurzer, kluger Film über eine vom Mittelalter bis in unsere Zeit hineinreichende Tradition: Ein Sohn übernimmt vom Vater den Beruf, in diesem Fall den des Scharfrichters. In knapp sieben Minuten erzählt Baoying Bilgeri mit den Mitteln des Animationsfilms bravourös von substanziellen Konflikten und den Grundfragen menschlichen Zusammenlebens.“

In diesem Jahr wurde der Kurzfilmpreis geteilt, weiterer Gewinner war Stefan Müller mit seinem Film „Der Notfall“. Der Film „Henker“ wurde mit Mitteln der Hessischen Filmförderung gefördert und in 2010/2011 produziert, insgesamt dauerte die Produktion 18 Monate. Dies ist der zweite erfolgreiche Film von Baoying Bilgeri: Bereits „Die Wahrheits Quizshow“ (2009) lief auf internationalen Festivals wie dem ITFS Stuttgart, in Annecy, Zagreb und Uppsala.

Link zum Film: http://vimeo.com/42758573
Link zur Website von Baoying Bilgeri www.bilgeri.eu
Link zum Beitrag des Hessischen Rundfunks über die Preisverleihung: Klick! [http://www.hr-online.de/website/includes/video_popup.jsp?vId=mp4:flash/fs/geschichten/121014191209_121014_filmpreis_5314.flv&color=ffffff&start=4.6&image=mp4:flash/fs/geschichten/121014191209_121014_filmpreis_5314.flv]


Baoying (Mitte) bei der Preisverleihung. Links die beiden Laudatoren Andreas Schmidt und Felicitas Woll, rechts von ihr Moderator Adnan Maral und Stefan Müller, ebenso Gewinner des Kurzfilmpreises.
( Bild: © www.hessischer-filmpreis.de)

„From Dad To Son“ gewinnt Animationspreis in Monterrey / Mexiko

Beim 8. Festival Internacional de Cine de Monterrey in Mexiko (16.-26. August 2012) hat Nils Knoblich mit dem 5-minütigen Stop-Motion Film „From Dad To Son“ den Preis für den besten Animationskurzfilm gewonnen.

Wir freuen uns sehr und gratulieren herzlich!

Der Film war bereits auf renommierten Festivals wie HAFF Utrecht (NL), Anima Mundi (BRAZ), ITFS Stuttgart, Fantoche (CH) und vielen weiteren internationalen Festivals zu sehen (Auflistung hier [http://nilsknoblich.com/?p=366] ). Derzeit ist Nils Knoblich mit seinem Koproduzenten Stephan Hanf und dem Film unterwegs beim KROK Festival, das auf einem Schiff während der Fahrt zwischen Sankt Petersburg und Moskau stattfindet.

http://8.monterreyfilmfestival.com/en
www.nilsknoblich.com

HALTUNG BEWAHREN beim Warten an der Ampel

Auf einem großen LED-Screen am Kasseler Altmarkt werden ab dem 22. Juni mehrere kurze Filme der Trickfilmklasse gezeigt. Die Filme entstanden als Beiträge zu dem von Prof. Martina Bramkamp betreuten Projekt „Haltung bewahren“. Den Verkehrsteilnehmern wird beim Warten an den Ampeln der Kreuzung die Zeit mit Denkanstößen bereichert.

Motivierende kurze Sprüche in Kombination mit Animationen lockern das Werbeprogramm des Displays auf und sollen erhellende Momente für Pendler und Besucher der Stadt Kassel und dOCUMENTA(13) an dieser stark frequentierten Kreuzung bescheren. Das Projekt läuft in Kooperation mit der LED Marketing GmbH [http://www.led-marketing.de/] aus Pleidelsheim.

Im Zeitraum vom 22. Juni bis 20. Juli 2012 werden wöchentlich 5 neue Filme auf dem Display gezeigt.

 

Die Filme im Programm:

A Giraffe – Duodezimalsytem (Gerard Delmás, Valentin Dietmar)
Geh zum Frisör – Florian Maubach
yNot 02 – Monika Kostrzewa
Everything will be ok – Seda Kaçak
Trailer A – Elisabeth Zwimpfer

Meinst du wirklich – Florian Maubach
Möglichkeiten – Aoi Horii
Bubbles – Duodezimalsytem (Gerard Delmás, Valentin Dietmar)
Calm Down – Burcu Yıldız
Fly – Franka Sachse

Metallic Dumpster – Duodezimalsytem (Gerard Delmás, Valentin Dietmar)
Steh dazu – Florian Maubach
yNot 01 – Monika Kostrzewa
Origins – Duodezimalsytem (Gerard Delmás, Valentin Dietmar)
Feel Free – Maike Koller

Hey Boy – Theresa Grysczok
The Masquerade Is Over – Duodezimalsytem (Gerard Delmás, Valentin Dietmar)
Vogel – Olga Gelwer
YOU LOVE ME NOW – Ines Christine Geisser
Trailer B – Elisabeth Zwimpfer

PUBLIKUMSPREIS für „From Dad To Son“ von Nils Knoblich

Nils Knoblich freut sich über die erste Auszeichnung für seinen Film „From Dad To Son“. Beim goEast-Festival in Wiesbaden gewann er Ende April im Hochschulwettbewerb den Publikumspreis in der Kategorie „Animations- und Experimentalfilm“. Der Film erzählt in eindrucksvollen schwarz-weiss Bildern und Stop-Motion-Technik die Geschichte eines Häftlings, der seinen alten Vater bei der Feldarbeit unterstützen möchte. Gewitzt findet auch über die Gitterstäbe hinweg eine Möglichkeit, dem Vater eine Hilfe zu sein.

www.nilsknoblich.com
Wir freuen uns und gratulieren herzlich!

www.filmfestival-goEast.de

Filme der Trickfilmklasse auf dem BERLINALE EUROPEAN FILM MARKET

Drei Trickfilme von Studierenden und ehemaligen Studenten der Trickfilmklasse wurden am 15.02. auf dem diesjährigen European Film Market während der Berlinale im Filmprogramm „Hessentalents“ präsentiert. Das Screening wurde von der hFMA (hessische Film- und Medienakademie) präsentiert und soll dem hessischen Filmnachwuchs eine Plattform auf der Berlinale bieten.

Nils Knoblich („From Dad To Son“) und Stefan Vogt („Warum mag jeder Autos“) stellten den Film beim Screening persönlich vor, Baoying Bilgeri konnte ihren Film „Henker“ leider nicht persönlich präsentieren. Aus der Filmklasse Kassel wurden „Vaterlandsliebe“ von Nico Sommer, „Leitpfosten“ von Manuel Gerber und „George Schmitzki“ von Benjamin Pfitzner gezeigt. Weiterhin liefen Filme der Hochschule für Gestaltung Offenbach, die Hochschule RheinMain in Wiesbaden und die Hochschule Darmstadt.

Eine Broschüre und eine DVD wurden erstellt damit Redakteure, Festivalmacher und Produzenten die 19 hessischen Kurzfilme und Trailer bequem auch zuhause sichten können.

Prädikat für HENKER von Baoying Bilgeri

Der Abschlussfilm „Henker“ von Baoying Bilgeri hat von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden das Prädikat „besonders wertvoll“ bekommen. In 3D Animation erzählt der rund 7-minütige Film die Geschichte eines Henkersohns, der den Beruf des Vaters ergreift und sich an seinem ersten Arbeitstag mit einer schweren Entscheidung konfrontiert sieht.

Die Filmbewertungsstelle bewertet Filme mit “besonders wertvoll”, die innerhalb ihrer Gattung bzw. ihres Genres besonders herausragen. Die Auszeichnung hat – auch in Kombination mit Festivalteilnahmen – eine finanzielle Förderung für neue Projekte zur Folge (FFA Referenzförderung).

Aus der Jurybegründung: „Mit einfachen, aber überzeugenden Mitteln der Animation wird in diesem Kurzfilm eine schöne und stimmige Atmosphäre erzielt. Mit ausgefeilter Dramaturgie erzählt der Film seine Geschichte, die Spannung erzeugt und zugleich emotional berührt. Eine Reflexion über Schuld und Unschuld und das ewi1ge Spiel um Ideale wie Gerechtigkeit und Ehrverständnis.“

Wir freuen uns und gratulieren zum Prädikat!

THE DAY I TURNED INTO A GHOST auf Tour

Das animierte Musikvideo „The day I turned into a ghost“ (Musik: The good morning diary) von Ines Christine Geisser und Kirsten Carina Geisser war im November auf zwei Festivals und gewann zudem den 3. Platz bei „Premierenwald“, einem Kurzfilmwettbewerb des Deutschen Filminstitut (DIF), der Kampagne „Wir sind Wald“ und ŠKODA AUTO Deutschland.

Bei der Preisverleihung am 05.11.2011 im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt wurde den Schwestern das Preisgeld von 1000 € und eine Traubeneiche überreicht. Der Film lief im November weiterhin bei den Flensburger Kurzfilmtagen vom 09.-12. november 2011) und beim 11. up-and-coming Int. Film Festival Hannover, das vom 24.-27. November 2011 stattfand.

Wir gratulieren und hoffen, dass die Traubeneiche ihren Platz im Hof der Trickfilmklasse findet!

https://vimeo.com/19409718

www.wir-sind-wald.de/
www.up-and-coming.de
www.flensburger-kurzfilmtage.de

DEUTSCHER NACHWUCHSFILMPREIS für Dennis Stein-Schomburg

Vor rund zwei Wochen gewann er den „Goldenen Herkules“ beim 28. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest, jetzt wurde der Kurzfilm „Andersartig“ von Dennis Stein-Schomburg erneut ausgezeichnet. Beim 11. up-and-coming Int. Filmfestival in Hannover erhielt der Film den renommierten „Deutschen Nachwuchsfilmpreis 2011“.

Der Preis wird bei dem im zweijährigen Turnus stattfindenden Festival „up-and-coming“ in Hannover in drei Altersklassen verliehen und beinhaltet neben einem Preisgeld eine zweijährige Produzenten-Patenschaft durch Profis aus der Filmbranche, welche die Preisträger bei einem neuen Projekt begleiten.

Dennis Stein-Schomburg, der seit 2007 an der Kunsthochschule Kassel studiert, fand den Stoff zu „Andersartig“ noch während der Schulzeit, als er bei einem Besuch mit seiner Klasse in der Psychiatrie die betagte Hildegard Wolgemuth kennenlernte, die im Krieg als Waisenkind als einzige einen Bombenangriff überlebte, weil sie nicht wie die anderen Kinder in den Luftschutzkeller ging. Inspiriert durch diese Geschichte entwickelte er „Andersartig“, in Anna Magdalena Becker aus Kassel fand er dabei eine großartige Sprecherin für seinen Film. Rund 9 Monate arbeitete Dennis Stein-Schomburg an „Andersartig“, es ist nach „Schattengewächs“ sein zweiter Animationsfilm.

Die Kasseler Kunsthochschule ist unter den Preisträgern in den letzten Jahren gut vertreten: Vor vier Jahren gewann Jan Riesenbeck, Student der Filmklasse, den Nachwuchsfilmpreis mit seinem Film „Kopfgeburtenkontrolle“. Im Jahr 2009 und in diesem Jahr ging eine „Lobende Erwähnung“ der Jury an Nico Sommer (2009 für „Stiller Frühling“, 2011 für „Schwarz Weiss Deutsch“), der in diesem Jahr in der Filmklasse der Kunsthochschule Abschluss gemacht hat.

Wir freuen uns über den Preis und gratulieren herzlich!

Link zum Film auf www.vimeo.com
http://vimeo.com/3168643

Website des Deutschen Nachwuchsfilmpreises
www.up-and-coming.de
www.stein-schomburg.de
Website von Nico Sommer

PUBLIKUMSPREIS für „Der Baron der Raben“

Mit seinem Erstlingswerk „Der Baron der Raben“ hat Django Aerport, Student der Trickfilmklasse, im vergangenen Monat bei der 45. Auflage des „Young Collection Wettbewerb als Forum junger Filme“ des Filmbüro Bremen e.V. den Publikumspreis gewonnen.

Aus diesem Anlass spricht der Filmemacher in einem Kurzinterview über seinen Film, seine Herkunft und seine Gefühlswelt.

Django, kannst du kurz beschreiben, worum es in „Der Baron der Raben“ geht, was dein Film im Wesentlichen erzählt?

Wie der Titel des Filmes bereits verrät, geht es in „Der Baron der Raben“ um einen Baron, der in der Abgeschiedenheit seines Schlosses ein Leben mit seinen Raben fristet. Um seiner Position als sanftmütiger und edler „Baron der Raben“ gerecht zu werden nimmt er größte Entbehrungen auf sich. Dann aber erfährt der Zuschauer Dinge, die das Weltbild des „Baron der Raben“ in seinen Grundfesten zu erschüttern drohen…Django, kannst du kurz beschreiben, worum es in „Der Baron der Raben“ geht, was dein Film im Wesentlichen erzählt?

Wir haben gehört, du hast adelige Vorfahren. Ist denn an diesem Gerücht ein Körnchen Wahrheit zu finden? Und falls ja, hat das Einfluss auf dein künstlerisches Schaffen?

Ja, es ist wahr. Man nimmt an, dass ich aus einem fernöstlichen Adelsgeschlecht entstamme. Die Krone auf meinem Kopf und die Juwelen in den unzähligen Schubladen meiner weitläufigen Gemächer lassen selbiges ebenso vermuten.
Bei „Der Baron der Raben“ nehme ich zu diesem autobiografischen Thema explizit Stellung. Das Ergebnis wird im Film „Der Baron der Raben“ klar und deutlich erklärt.

Man sagt ja, die Gunst des Publikums zu gewinnen, ist die große Kunst des Filmemachens. Wie hat es sich denn angefühlt, mit dem ersten Film gleich einen Publikumspreis zu gewinnen? Was ging in dir vor, als du den Preis in Bremen entgegennahmst?

Ich habe mich natürlich sehr darüber gefreut und war ebenso davon berührt. Schließlich zeigt die Reaktion des Publikums doch nur, dass uns das Thema von „Der Baron der Raben“ alle angeht oder zumindest bekannt ist und das, obwohl „Der Baron der Raben“ – abgeschieden vom Treiben der Welt – an einem Ort lebt den die meisten wohl nur, wenn überhaupt, vom „Hörensagen“ kennen dürften.

Django, wir danken dir für das Gespräch!


(Das Gespräch führten Lukas Thiele und Daniel von Bothmer. Bildnachweis: Filmbüro Bremen: http://www.filmbuero-bremen.de)

GOLDENER HERKULES für Dennis Stein-Schomburg

Mit seinem Film „Andersartig“ hat Dennis Stein-Schomburg beim 28. Dokumentarfilm- und Videofest Kassel (Dokfest) den mit 2500 Euro dotierten Preis „Goldener Herkules“ gewonnen. Der Film erzählt die Geschichte des Waisenmädchens Hildegard Wolgemuth, das im Zweiten Weltkrieg einen Bombenangriff nur dadurch überlebt, dass es „anders artig“ ist.

Freudestrahlend nahm Dennis Stein-Schomburg den Preis beim Finale des Dokfest entgegen. Es ist in diesem Jahr bereits die zweite Auszeichnung für den Film: im August gewann er bereits den „Haydauer Stein“ bei den Haydauer Filmtagen.

Aus der Jurybegründung:

Aus Mathebuchzahlen wird ein fliegender Fisch, aus Pusteblumen werden Bomber, dann Bomben und schließlich ein schreckliches Kriegserlebnis. Dennis Stein-Schomburg erzählt in Andersartig in bewegenden vier Minuten das Leben von Hildegard Wohlgemuth vor dem Krieg und im Krieg. (…) Die authentische Sprecherstimme der alten Frau und die beeindruckenden Bilder fügen sich zusammen zu einem kleinen und gleichzeitig großen Meisterwerk.“

Der „Goldene Schlüssel“ ging in diesem Jahr an „Work Hard-Play Hard“ von Carmen Losmann (Lobende Erwähnung: Půlnoc von Klára Tasovská). Den „Golden Cube“ für die beste Medieninstallation bei der Ausstellung Monitoring gewann Anu Penannen mit „Le ruine de regard“ (Lobende Erwähnung: „The Tenth Sentiment“ von Ryota Kuwakubo).

Der Hessische Rundfunk (hr) hat in seiner HR2 Kultur am 14.11. über den Preisträger berichtet (Link zur Sendung http://www.hr-online.de)

Website von Dennis Stein-Schomburg: www.stein-schomburg.de
Website des Dokfest Kassel: www.filmladen.de/dokfest