Relaunch: Animationsklasse

Offiziell bestätigt: Die Trickfilmklasse heißt jetzt Animationsklasse!

Der Studienschwerpunkt „Animation“

Seit Oktober 2017 ist es offiziell: Der Studienschwerpunkt „Trick- und Animationsfilm“ wurde umbenannt in Studienschwerpunkt „Animation“. Dafür gibt es mehrere triftige Gründe. Die alte Bezeichnung ist im heutigen Sprachgebrauch unsinnig, weil zwischen Trickfilm und Animationsfilm kein Bedeutungsunterschied besteht. „Animation“ (ohne -film) ist zudem internationaler, umfassender und zeitgemäßer als „Trickfilm“.

Animation gibt es inzwischen in vielen anderen Erscheinungsformen als nur in Filmen. Es gibt interaktive Anwendungen, Websites, Games, VR-Experiences, Kommunikation im Raum. In der Ausstellung „ckollision“, die Mitte November 2017 von der Animationsklasse im Rahmen des Dokfests Kassel veranstaltet wurde, war kein einziger Trickfilm zu sehen – und doch war alles Animation.

( Quelle: http://www.kunsthochschulekassel.de/willkommen/news/der-studienschwerpunkt-animation.html )


http://www.kunsthochschulekassel.de/
http://www.trickfilmkassel.de/

trickfilmkassel bei YOUTUBE

Die Trickfilmklasse hat ab sofort einen eigenen Kanal auf der Videoplattform Youtube. Bisher sind 34 Filme der letzten 4 Jahre online.

Wir freuen uns über Abonnenten und Besucher, um die Filme einem größeren Publikum zugänglich zu machen!

www.youtube.com/trickfilmkassel

Die Geschichte der Trickfilmklasse

Das Konzept


Im Zentrum der Lehre steht die individuelle künstlerische Entwicklung der Studierenden.

Die Studierenden arbeiten in Eigenverantwortung an eigenen und gemeinschaftlichen Animationsprojekten. Sie werden dabei von Prof. Martina Bramkamp individuell betreut. Neben kreativer und inhaltlicher Unterstützung wird auch der Animations-Markt nicht aus den Augen gelassen.

Desweiteren werden jährlich internationale Animationsgrößen für einwöchige Workshops an die Kunsthochschule eingeladen: zum Beispiel der estnische Trickfilmregisseur Priit Pärn (2007) oder der britische Animator Phil Mulloy (2008).

Die Trickfilme aus Kassel überzeugen durch Inhalt und Ästhetik, sie laufen erfolgreich auf vielen internationalen Filmfestivals.

Chronik

1979 Gründung der Trickfilmklasse an der Kunsthochschule Kassel.
Professor: Jan Lenica (polnischer Trickfilmer und Plakatkünstler) Etwa 20 Studenten arbeiten an Trickfilmen, vor allem in Legetricktechnik.
1985 Jan Lenica verlässt die Kunsthochschule. Er wird abgelöst von Paul Driessen (niederländischer Zeichentrickfilmer, vorher Gastdozent)
1989 Die Studenten Christoph und Wolfgang Lauenstein gewinnen mit „Balance“ den „Oscar für den besten animierten Kurzfilm“.
1996 „The Quest“ von Thomas Stellmach und Tyron Montgomery wird mit einem „Oscar für den besten animierten Kurzfilm“ ausgezeichnet.
1999 Mit „Rendezvous“ von Peter Lemken entsteht der erste computeranimierte Film in Kassel. Er erhält den Murnau Kurzfilmpreis.
2000 Paul Driessen teilt sich die Trickfilm-Professur mit Thomas Meyer-Hermann (Regisseur, Produzent und Gründer von Studio FILM BILDER).
2005 Paul Driessen verlässt die Kunsthochschule.Andreas Hykade (Trickfilmregisseur) lehrt gemeinsam mit Thomas Meyer-Hermann.Unterstützt werden die Studenten und Professoren von den künstlerisch-wissenschaftlichen Mitarbeitern Kazimierz Bendkowski und Philip Gutjahr.
2010 Andreas Hykade verlässt die KunsthochschuleMartin Schmidt ist der neue künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiter in Nachfolge von Philip Gutjahr. Kazimierz Bendkowski tritt den wohlverdienten Ruhestand an.
Prof. Martina Bramkamp tritt die Nachfolge von Andreas Hykade an
2011 Franka Sachse tritt ihre Stelle als Lehrkraft für besondere Aufgaben an.
2015

2019

Dennis Stein-Schomburg tritt als Nachfolger von Martin Schmidt seine Stelle als künstlerischer Mitarbeiter an.

Thomas Meyer-Hermann verlässt die Kunsthochschule 

ARCHIV 1998

Im Jahresarchiv zum 50-jährigen Bestehen der Universität Kassel haben wir einen Archivbeitrag aus dem Jahre 1998 über die Animationsklasse gefunden.

Die Hochschule für bildende Künste war 1971 in die Gesamthochschule integriert worden, denn auch Kunsthochschulen sollten Teil des Modells Gesamthochschule sein und man erhoffte sich in einigen Bereichen Ansätze zur interdisziplinären Zusammenarbeit. […]
Angesichts der vorgesehenen Reduktion von 41 auf 30 Professuren in ihren Fachbereichen hatten sich die drei künstlerischen Fachbereiche Kunst, Produktdesign und Visuelle Kommunikation schon Ende 1996 dazu entschlossen, nach der Zusammenlegung nach gemeinsamer Teilautonomie innerhalb der Hochschule zu streben. […]
Am 3. Februar 1998 stimmte der Konvent der Universität mit der nötigen Zweidrittelmehrheit der Schaffung einer teilautonomen Kunsthochschule zu.
Durch die Teilautonomie erhielt die Kunsthochschule im Vergleich zu anderen Fachbereichen mehr Eigenständigkeit in Fragen der personellen, inhaltlichen, finanziellen und räumlichen Ausrichtung.

Quelle: https://uni-archiv.uni-kassel.de/jahresarchiv

Mehr nostalgische 90er-Vibes und die Frage, warum die Selbstständigkeit der Kunsthochschule Kassel sinnvoll und notwendig für die Entwicklung und Förderung der Künstler*innen sei.
Featuring u. a. Rolf Lobeck, wer kennt ihn noch? (Dekan FB 23 Visuelle Kommunikation)

Links:
https://uni-archiv.uni-kassel.de/quelle/selbststaendige-kunsthochschule/ (1998)

ARCHIV 1994

Im Jahresarchiv zum 50-jährigen Bestehen der Universität Kassel haben wir einen Archivbeitrag aus dem Jahre 1994 über die Animationsklasse gefunden.

1994 feierte die Trickfilmabteilung der Kunsthochschule Kassel ihr 25-jähriges Bestehen. Die Trickfilmer:innen gehören zu den erfolgreichsten Bereichen der Universität. 1990 gewannen die Brüder Christoph und Wolfgang Lauenstein mit ihrem Animationsfilm Balance den Oscar für den besten animierten Kurzfilm. 1997 holte Thomas Stellmach, ebenfalls Absolvent der Trickfilmklasse mit seinem Film Quest den zweiten Oscar nach Kassel. Prof. Paul Driesen, der von 1985 bis 2005 Animation an der Kunsthochschule Kassel lehrte, war 2000 mit seinem Film 3 Misses ebenfalls für einen Oscar nominiert.

Quelle: https://uni-archiv.uni-kassel.de/jahresarchiv

Nostalgische 90er-Vibes und einige Insights in die Trickfilmklasse. Featuring Paul Driessen, der damals Trickfilmprofessor war. Schaut euch den Videobeitrag an!

Links:
https://uni-archiv.uni-kassel.de/quelle/1994-oder-1990-oder-1997-von-kassel-um-die-welt-preisverdaechtige-trickfilme/ (1994)